Test: Zoff am Herd
Tim Mälzer, Jamie Oliver und Co. können einpacken. Jetzt kommen Mel Becha, Chico Ree, Karl Toffel, Peter Silie und Arne Chiliconc! Bei Zoff am Herd mischen diese Herrschaften die Küche kräftig auf. Als Koch muss man hier vor allem Schnelligkeit und ein wenig Verständnis für seine Mitspieler mitbringen.
Zugegeben: Anfangs ist es etwas schwer, der Spielanleitung zu folgen, doch durchblickt man erst einmal die Regeln, ist es ganz simpel.
Zu Beginn muss der Chef de Cuisine ermittelt werden. Er gibt später im Spiel den Takt an. Je nach Anzahl der Köche werden sechs bis neun Kochtöpfe in einem Kreis in die Mitte des Tisches gelegt. Jeder Spieler bekommt einen Koch, der die Spielfarbe bestimmt, drei Kochlöffel und einen Topfdeckel. Dann wird das Gemüse verteilt. Vom sogenannten Startgemüse bekommt jeder der Köche zwei Karten. Der Rest wird in die Mitte der Töpfe gelegt. Die anderen Gemüsekarten, auf deren Rückseite immer einer der Köche zu sehen ist, erhält der Chef de Cuisine. Seine Aufgabe ist es nun, nacheinander die Nummern der Köche auf den Gemüsekarten aufzurufen. Wird die Nummer eines Kochs aufgerufen, hat er solange die Möglichkeit, eine seiner Karten in einen beliebigen Topf zu werfen, bis der nächste aufgerufen wird. Hat ein Spieler eine Karte abgelegt, darf er eine neue aus der Mitte der Töpfe nehmen.
Ziel des Spiels ist es, den besten Kochtopf für sich zu gewinnen und somit am meisten Punke zu erhalten. Eine Spielrunde ist zuende, wenn der Chef de Cuisine keine Karten mehr auf der Hand hat und der letzte Koch seine Karte abgelegt hat.
Viele Köche verderben den Brei!
Nun erfolgt die Abrechnung. Der Chef de Cuisine nimmt alle Karten eines Kochtopfes und breitet sie vor sich von links nach rechts aus, ohne die Reihenfolge zu verändern. Der Spieler, dem der oberste Kochlöffel oder der Deckel gehört, besitzt den Topf. Für jede Karte der am häufigsten auftauchende Gemüseart gibt es einen Pluspunkt. Für jede zweithäufigste einen Minuspunkt. Es gibt drei Zusatzpunkte, wenn nur eine Gemüsesorte mit mindestens drei Karten in einem Kochtopf ist.
Das Spiel ist zuende, wenn jeder einmal Chef de Cuisine gewesen ist.
Fazit
Zoff am Herd ist ein hektisches Kartenablagespiel, bei dem es auch schon mal laut werden kann. Leider wird vor allem am Anfang viel zu viel Zeit damit verbracht, zu bestimmen, welcher der Spieler an der Reihe ist, da die Ordnung in der Eile gerne mal verloren geht. In diesem Falle muss der Chef de Cuisine als Schiedsrichter für Ordnung Sorgen, indem er entweder genau aufpasst oder den Spielablauf verlangsamt. Klar dabei ist, dass für diesen Job die Motivation fehlt; schließlich sind die anderen Köche ja auch seine Konkurrenten.
Trotz auftauchender Verwirrtheit, ist Zoff am Herd ein nettes Spiel für Zwischendurch, bei dem der Zoff unter den Mitspielern mindestens genauso lustig ist, wie die „einfallsreichen“ Namen der Köche.
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